Verbote, Verfolgung, Neugründung

  • Entspannung zwischen deutschen und französischen Freimaurern: 1907 erkennt der deutsche Großlogenbund die "Grande Loge de France" an, 1909 nimmt er die Beziehungen zum "Grand Orient de France" wieder auf
  • 1913 findet die Gründung der National-Großloge von Frankreich statt
  • Zum Ausbruch des 1. Weltkrieges am 28.7.1914 ruhen die Beziehungen zwischen den deutschen Großlogen und denen der feindlichen Staaten wieder
  • Der deutsche Deutsche Großlogenbund zerbricht 1922 durch den Austritt der drei altpreußischen Großlogen und der Großen Landesloge von Sachsen
  • Zu Johanni 1923 wird der Reichskanzler und spätere Reichsaußenminister, Gustav Stresemann, in die Loge "Friedrich der Große" aufgenommen
  • Eine neue Großloge namens "Deutsche Bruderkette" wird 1924 mit Sitz in Leipzig gegründet
  • 1924 werden die italienischen Freimaurer durch die Faschisten verfolgt, 1925 wird der Bund verboten. Die Freimaurerverfolgungen gipfeln in der „Blutnacht von Florenz“, in der es in der Nacht vom 3. auf den 4. Oktober 1925 zu Mord und Brandstiftung kam
  • Ludendorffs Schrift "Vernichtung der Freimaurerei durch Enthüllung ihrer Geheimnisse" erscheint 1926. Es sollten noch viele weitere Schmähschriften, auch seiner Frau Mathilde, folgen
  • 1930 wird die Symbolische Großloge von Deutschland gegründet
  • Ab 1933: Die deutsche Freimaurerei versucht durch Umbenennung und teilweise auch durch Ergebenheitsadressen an die nationalsozialistischen Machthaber der Schließung zuvor zu kommen. So nennt sich die Große National-Mutterloge "Zu den drei Weltkugeln" in "National Christlicher Orden Friedrich der Große" um. 1935 kommt es im Juni zur letzten Großlogenversammlung der preußischen Großlogen, im Juli wird die Große Landesloge durch das Reichsinnenministerium aufgelöst. Im selben Monat beschließen die Große National-Mutterloge "Zu den drei Weltkugeln" und die Große Loge von Hamburg ihre Selbstauflösung.
  • Am 17. August 1935 erklärt Reichsinnenminister Wilhelm Frick die Freimaurerei für verboten und lässt die Logenvermögen einziehen
  • Mit dem 2. Weltkrieg endet 1945 auch das Verbot der Freimaurerei. Nur noch wenige der vormals 80.0000 Freimaurer nehmen die Arbeit wieder auf
  • Als erste deutsche Großloge wird die Großen Landesloge am 17.12.1945 wieder zugelassen
  • Als erste ausländische Bauhütte wird die "Oregon Military Lodge" 1946 auf deutschem Boden gegründet
  • 1946 werden weitere alte deutsche Großlogen wieder zugelassen, so in Juni die Große National-Mutterloge "Zu den drei Weltkugeln", während die GL "Royal York zur Freundschaft" und die Logen der Berliner Provinzialloge der Großloge zu Hamburg sich zur "Vereinigten Großloge von Berlin" vereinigen
  • Das Johannisfest am 19. Juni 1949 ist für die deutsche Freimaurerei ein ganz besonderer Tag: Die "Vereinigten Großloge der Freimauer von Deutschland" werden in der Paulskirche zu Frankfurt/Main von den Vertretern von 174 Logen aus neun Großlogen gegründet. Zum Großmeister wird Br. Theodor Vogel gewählt. Später benennt sich die Großloge in "Vereinigte Großloge der Alten freien und angenommenen Maurer von Deutschland (AfaM) um. Die Große Loge von Hamburg wird in die neue gegründete Vereinigte Großloge von Deutschland (AFAM) eingegliedert
  • Die Vereinigte Großloge der "Alten freien und angenommenen Maurer von Deutschland" legt 1955 eine "Magna Charta der deutschen Freimaurer" vor
  • Die United Grandlodge of England erkennt ab 1956 nur noch eine Großloge in Deutschland an
  • Sowohl die Vereinigte Großloge der "Alten freien und angenommenen Maurer von Deutschland" als auch die "Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland" beschließen 1958 die "Magna Charta der deutschen Freimaurer" und legen damit den Grundstein für die heutige VGL 
  • Der anschließende Berliner Konvent wird 1958 die Geburtsstunde der "Vereinigten Großlogen von Deutschland", der als erster Großmeister Br. Theodor Vogel vorsitzt
  • Die 25 Tochterlogen der Großen National-Mutterloge "Zu den drei Weltkugeln" treten den Vereinigten Großlogen von Deutschland 1959 bei
  • Die anglo-amerikanischen und britischen Logen gründen 1962 ihre eigenen Großlogen, die American-Canadian Grandloge sowie die GL British Freemasons in Germany
  • Die Große National-Mutterloge "Zu den drei Weltkugeln" 3WK schließt sich 1963 den VGL an
  • Der Dialog zwischen katholischer Kirche und der deutschen Freimaurerei beginnt mit der Unterzeichnung einer beiderseitigen Willenserklärung im Jahr 1968. Seitens der Kirche führt der Wiener Kardinal König die Gespräche. Das wichtigste Ergebnis stellt die "Lichtenauer Erklärung" von 1970 dar. Sie führte zu einer Relativierung des kirchlichen Rechts bzw. dazu, dass das Verbot freimaurerischer Vereinigungen gelockert wird
  • Als letzte Großlogen schließen sich die American-Canadian Grand Lodge und die Grand Lodge of British Freemasons in Germany 1970 den VGL an
  • Ein neues Kirchenrecht tritt durch die Unterschrift Papst Johannes Paul II 1983 in Kraft. Zwar fällt die Exkommunikation für Mitglieder der Freimaurerei weg, jedoch bekräftigt das CIC (Codex Iuris Canonici) die Unvereinbarkeit der gleichzeitigen Zugehörigkeit zu Freimaurerei und zur römischen Kirche
  • Als erste Loge in Osteuropa wird die Großloge von Ungarn 1989 reaktiviert
  • Ab dem Mauerfall 1989 reaktivieren westdeutsche Logen ruhende Logen der Ex-DDR. Durch die gesamten 90er Jahre hindurch und bis weit ins 21. Jahrhundert hinein hält dieser Prozess an. Heute existieren in den meisten ehemaligen Sowjetstaaten oder Mitgliedsstaaten des Warschauer Pakts Großlogen (Freimaurerei heute)

Freimaurerei – die Anfänge

Geschichte

Die Freimaurerei hat sich in einem langen Prozess aus den Bauhütten des Mittelalters entwickelt. Der 24. Juni 1717 markiert den Geburtstag der modernen Freimaurerei.

Buchprojekt

Auf den Spuren der Freimaurer

Weit über 100 Straßen sind in Hannover nach Freimaurern benannt, darunter berühmte Namen wie eher unbekannte Brüder. In dem Buch "Auf den Spuren der Freimaurer - Ein Spaziergang durch Hannovers Straßen" sammeln wir ihre Biografien und stellen die Freimaurer vor.

Engagement

Das Zahnmobil

Im Jahr 2011 war es soweit: Das Zahnmobil, die Idee von Br. Werner Mannherz und seiner Frau, der Zahnärztin Dr. Ingeburg Mannherz wurde aus der Taufe gehoben.

Freimaurerei - heute & morgen

Aussichten

Freimaurerei - heute & morgen

Freimaurerei ist kein statisches Gebäude, sondern bildet einen dynamischen Prozess ab. Zur Freimaurerei heute und morgen, ihrer Entwicklung und Prognose sammeln wir hier Stimmen, Essays und andere Texte

Initiativen

Freimaurerische Einrichtungen

Freimaurer haben in Hannover Stiftungen gegründet und zahlreiche Initiativen sowie gemeinnützige Organisationen aus der Taufe gehoben.