„O Isis und Osiris“ im Museum August Kestner

Was haben Napoleon, Mozart, das Alte Ägypten und die Freimaurerei miteinander zu tun? Ganz einfach, Ägypten war um die Jahrhundertwende vom 18. zum 19. Jahrhundert eines der Sehnsuchtsländer der gehobenen Stände. Das mysteriöse Land am Nil rückte vor allem durch die Ägyptische Expedition Napoleons 1798 ins Bewusstsein der Europäer. Allerdings bestand auch Jahre vorher eine kaum gebrochene Faszination für den Altägyptischen Mystizismus - oder was man dafür hielt, denn von der Spiritualität und Götterwelt der antiken Reiche wußte man nicht viel. Erst der erwähnte Feldzug und die Entdeckung des Steins von Rosetta gab der Ägyptologie als Wissenschaft einen ersten Anstoß. Jedoch verarbeitete der Freimaurer Mozart schon vorher ägyptische Motive in seiner Oper „Zauberflöte“. Die Ägypten-Begeisterung hielt auch in die Freimaurerei Einzug, in die Rituale und den Symbolfundus einiger maurerischer Systeme. Die Faszination machten sich auch Scharlatane wie Alessandro Graf von Cagliostro zu nutze, der als Hochstapler den europäischen Adel gleichzeitig faszinierte und täuschte. Er erfand ein System mit 90 Graden, die Ägyptische Maurerei, setze sich als Großmeister ein und zog Unbedarften das Geld aus der Tasche. Heute spielt die ägyptische Mystik in der Freimaurerei keine Rolle mehr.

Wer sich auf die Spuren dieses ebenso spannenden wie geheimnisvollen Themas begeben will, ist im hannoverschen Museum August Kestner genau richtig. Bis zum 25. Februar können interessierte Besucher die Kabinettausstellung „O Isis und Osiris“ – benannt nach der berühmten Arie aus der Zauberflöte – besuchen. Viele original-ägyptische Exponate und freimaurerische Schriften aus der Zeit ermöglichen einen Blick hinter das Geheimnis. Den Faden Freimaurerei und Ägypten nimmt auch das Opernhaus auf, wenn am 13. Januar die Premiere der „Zauberflöte“ stattfindet.

Zuletzt: Die Besitzer eines Smartphones sollten ihr Gerät mit ins Museum nehmen, denn durch neuen Service können die Besucher die Audiokommentar an jeder Station einspielen.

Achtung: Am 06. Dezember findet um 17:30 Uhr eine Kuratoren-Tandemführung mit Dr. Siegfried Schildmacher (Freimaurer) und Dr. Christian E. Loeben (Ägyptologe) statt.

Termine: 31.08.2017 bis 25.02.2018 dienstags, donnerstags, freitags, samstags, sonntags von 11:00 bis 18:00 Uhr, 31.08.2017 bis 25.02.2018 mittwochs von 11:00 bis 20:00 Uhr

Ort: Museum August Kestner, Trammplatz 3, 30159 Hannover

Preise: Kinder bis 5 Jahre frei, Kinder 6 bis 17 Jahre 03,00 €, Erwachsene 05,00 €, Familienkarte (bis zu 2 Erw. und 3 Kinder) 14,00 €, Schulgruppen (pro Schüler) 3,00 €

Freimaurerei – die Anfänge

Geschichte

Die Freimaurerei hat sich in einem langen Prozess aus den Bauhütten des Mittelalters entwickelt. Der 24. Juni 1717 markiert den Geburtstag der modernen Freimaurerei.

Buchprojekt

Auf den Spuren der Freimaurer

Weit über 100 Straßen sind in Hannover nach Freimaurern benannt, darunter berühmte Namen wie eher unbekannte Brüder. In dem Buch "Auf den Spuren der Freimaurer - Ein Spaziergang durch Hannovers Straßen" sammeln wir ihre Biografien und stellen die Freimaurer vor.

Engagement

Das Zahnmobil

Im Jahr 2011 war es soweit: Das Zahnmobil, die Idee von Br. Werner Mannherz und seiner Frau, der Zahnärztin Dr. Ingeburg Mannherz wurde aus der Taufe gehoben.

Freimaurerei - heute & morgen

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Freimaurerei - heute & morgen

Freimaurerei ist kein statisches Gebäude, sondern bildet einen dynamischen Prozess ab. Zur Freimaurerei heute und morgen, ihrer Entwicklung und Prognose sammeln wir hier Stimmen, Essays und andere Texte

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Freimaurerische Einrichtungen

Freimaurer haben in Hannover Stiftungen gegründet und zahlreiche Initiativen sowie gemeinnützige Organisationen aus der Taufe gehoben.